Wem geht es momentan nicht so? Abends schläft man ein mit den Gedanken, wass evtl. in Japan noch passieren könnte, irgendwann wird man dann wach und man muss sich sofort informieren, was passiert ist. Aber welche Quellen soll man wählen? Allein die unterschiedliche Berichtserstattung der Fernsehsender bringt einen doch völlig durcheinander. Am 2. Tag nach dem Erdbeben sprachen doch schon einige Sender von einer aufgetretenen Kernschmelze. Genau diese Sender sprachen dann am nächsten Tag von eine bervostehenden Kernschmelze. Die Stellungnahmen der japanischen Regierung sind ebenfalls völlig wirr. Wie soll man da noch ruhig schlafen? Kann man eigentlich ruhig schlafen, wenn man mal daran denkt, was gerade auf unserer Erde passiert? Und kann man eigentlich verlässliche Informationen erwarten? Was aber geschieht, wenn das schlimmste Szenario eintritt, das passieren kann und die japanische Regierung dieses offiziell bestätigt. In Japan würde dann wahrscheinlich ein Chaos ausbrechen. 120 Millionen Einwohner wären auf der Insel gefangen. Eine Evakuierung unmöglich. Unvorstellbar für unsere Verhältnisse. Von daher kann man einerseits die unklaren Informationen verstehen, andererseits erwarten man dennoch die Wahrheit.

Heute morgen sprechen viele davon, das sich die Lage verschärft hat. Erneute Explosion in Fukushima, der Reaktorbehälter sol beschädigt sein und Strahlen treten aus und erreichen gefährliche Werte. Aber auch hier wieder die Frage: Stimmt das so? Wir werden damit leben müssen, die Wahrheiten immer erst viel später zu erfahren, bzw. bestätigt zu bekommen.

Wer sich ein wenig mit den täglichen Nachrichten beschäftigt, wird sich diese Frage wohl schon öfters gestellt haben. Seit meinem 18. Geburtstag habe ich jede Wahl wahrgenommen. Dieses habe ich auch als meine Bürgerpflicht angesehen. Bei den Landtags- und Bundestagswahlen habe ich immer eine bestimmte Partei gewählt. Lediglich bei den Kommunalwahlen bin ich schon mal abgewichen. Ich nenne hier keine Partei, da ich weder Stimmung für noch gegen eine bestimmte Partei machen möchte. Dafür gibt es ja auch die Bildzeitung (Bild Dir Deine Meinung). Dieses Jahr weiss ich aber wirklich nicht, welcher Partei ich meine Stimme geben soll. Stimmenthaltung wird es aber keine geben.

Der gesamte Wahlkampf ist so etwas von langweilig geworden, dass ich die Verdrossenheit vieler nachempfinden kann. Was waren die früheren Wahlkämpfe doch noch spannend. Auftritte von Politikern wie z.B. Franz-Josef Strauss, Herbert Wehner, Willi Brandt oder Helmut Schmidt wecken eine gewisse Wut in mir, wenn ich dann an Steinmeier, Westerwelle oder Merkel denke. Von Gysi oder Lafontaine will ich erst garnicht reden, bzw. schreiben. Was haben die sich damals gefezt! Heute ist es nur noch ein Schlafwagen-Wahlkampf. Es wird gelogen, bis sich die Balken biegen. Die einen versprechen Geschenke für die Bürger, die anderen Arbeitsplätze. Kein Versprechen kann eingehalten werden. Umfragen ergeben, dass die CDU und FDP die Mehrheit erreichen wird. Aber es handelt sich nur um Umfragen. Auch wenn diese repräsentativ sein sollen. Dabei sind fast 30% der Wähler noch unentschlossen …

Es wird wohl wieder kurz vor der Wahl entschieden, wer uns die nächsten Jahre regiert. Fazit: Lieber zur Wahl gehen und die Stimme abgeben, als durch Enthaltung Randparteien die Möglichkeit zu geben, die Poltik mitzubestimmen.

Wenn ich solche Nachrichten höre, kann ich nur den Kopf schütteln. Immer mehr Arbeitslose, aber Top-Managern wird das Geld in den Hintern geblasen.

Man muss sich diesen Schwachsinn einmal vorstellen: Da will ein relativ kleiner Sportwagenkonzern (Porsche) einen grossen (VW) schlucken. Plötzlich stellt man fest, dass man sich verspekuliert hat und auf einmal läuft es genau andersrum. Der Grosse schluckt den Kleinen. Anfangs will der Verantwortliche nicht in die Verantwortung, doch nach der Zusage 50 Mio. zu bekommen, tritt dieser dann zurück. Diese Arft von Manager sollte man vom Firmenhof jagen und nicht noch Geld hinterher werfen.

Wer denkt denn an die vielen Arbeiter, die durch solch indiskutable Geschäfte ihren Job verlieren?