Nachdem wir gestern glaubten, unserem Sohn ginge es besser, setzte am Nachmittag wieder das Fieber ein.  Hinzu kamen auch wieder Schluckbeschwerden und Übelkeit. Also blieb ein Anruf beim ärztlichen Notdienst unausweichbar. Ich war überrascht, wie sorglos dieser mit meinem Anruf umging. “Kommen Sie gegen 17.00 Uhr in meine Praxis” war das einzige, was man mir sagte.  Gesagt getan. Um 17.00 Uhr war ich dort. Ein Schild mit dem Hinweis zum Verhalten bei Schweinegrippe -H1N1- befand sich an der Eingangstür. Nach dem Klingeln öffnete der Arzt persönlich. Kein Mundschutz, keine anderen Vorsichtsmassnahmen. Nach ca. 5 Minuten Untersuchung ( 1 x in den Mund geschaut, 1 x in die Ohren geschaut) war der Arztbesuch auch schon wieder beendet. Ein Rezept für Medikamente gegen Fieber und Erbrechen haben wir zwar erhalten, mehr aber nicht. Er hatte sich noch nicht einmal erkundigt, ob wir im Urlaub, etc. waren. Da es meinem Sohn noch nicht besser geht, stelle ich ihm heute dem Kinderarzt vor.

Ich frage mich wirklich, warum manche Ärzte überhaupt noch ihren Beruf ausüben dürfen. Oder sind sie einfach nur überfordert? Es kann doch nicht sein, dass man nach einem Arztbesuch verunsicherter ist als vorher.

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